Die Chronik unseres Schwesternhauses St. Josef

 

März 1910:  Schwester M. Ricarda und Schwester M. Sidonia kamen in unsere Gemeinde.  Ein eigenes Schwesternhaus gab es nicht; sie wohnten im Hause des Kapitäns Hanneken und blieben bis Februar 1912.                  

Februar 1912:  Schwester M. Cäcilia und Schwester Matthäa kamen nun in unsere Gemeinde. Schwester Matthäa kam nach mehrmaligen Versetzungen immer wieder nach Westrhauderfehn zurück. Sie war hier zuletzt bis zum 06. Dezember 1939.

1913:  Die Kirchengemeinde baute ein Schwesternhaus auf einem Kirchengrundstück südlich des Pfarrhauses. Obwohl das Haus nur eine bescheidene Größe hatte, konnten die Schwestern doch schon einige Kranke aufnehmen und pflegen. Die Schwestern waren für die ambulante Krankenpflege in Ostrhauderfehn, Westrhauderfehn, Langholt, Burlage, Klostermoor und später auch in Bockhorst zuständig.

1914:  Schwester Matthäa wurde abberufen, weil sie die Pflege von Verwundeten in einem Feldlazarett wahrnehmen musste. Für sie kam Schwester M. Capistrane. Als Schwester Matthäa nach dem ersten Weltkrieg zurückkam, waren von da an im Schwesternhaus drei Schwestern.

1922:  Seit diesem Jahr durften die Schwestern die langen Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Schwestern übernahmen neben der Kranken-versorgung auch die Pflege der Kirchenwäsche und das Schmücken der Kirche.

1936:  Pfarrer Lüken ließ ein Pfarrheim an das Schwesternhaus anbauen. Während der Nazi-Zeit fanden der Seelsorge- und der

Erstkommunionunterricht sowie alle anderen Veranstaltungen hier statt, die außerhalb der Kirche stattfanden.

1939:  Schwester M. Lambertis kam für die Erteilung der Seelsorge-stunden in unsere Gemeinde.

Im Schwesternheim und im Pfarrheim mussten im Krieg zeitweilig Evakuierte untergebracht werden. In den letzten Wochen des Krieges dienten die Räume als Lazarett, und die Schwestern übernahmen die Pflege.

1962 bis 1967:  In dieser Zeit war eine Klasse der katholischen Schule in dem Pfarrheim untergebracht, weil der Schule damals einige Klassenräume fehlten. Nach der Errichtung des Pfarrjugendheimes erfolgte ein Umbau des Schwesternhauses und aus dem Pfarrheim und der Bücherei wurden 3 Zimmer für ältere Damen hergestellt, die dort ihren Lebensabend verbringen konnten.

Pläne, beim Schwesternhaus ein Wohn- und Pflegeheim zu bauen, scheiterten an den Gesetzen und Vorgaben des Landes Niedersachsen, die mindestens 30 Pflegebetten forderten.

1945:  Schwester Benedikta wurde von der Generaloberin abberufen. Sie fuhr mit dem Fahrrad ins Mutterhaus nach Thuine.

1946:  Schwester M. Menedora starb und wurde hier auf dem Friedhof beerdigt.

18. Juli 1946:  Mittelschullehrer i.R. Kogelboom starg - er lebte 13 Jahre im Schwesternhaus. Aus Dankbarkeit vermachte er dem Schwesternhaus sein vorhandenes Vermögen.

18. Mai 1954:  Die Kapelle im Schwesternhaus wurde von Dechant Lüken feierlich eingeweiht.

22. August 1959:  Die Marienklause mit der Marienstatue aus der Pfarrkirche mit dem Altaraufbau des Marienaltares wurde feierlich eingeweiht.  

19. März 1960:  50 Jahre ambulante Krankenpflege durch die Schwestern des Schwesternhauses St. Josef wurde am Fest des hl. Josef, mit einem

Dankhochamt gefeiert. 

April 1960:  Ein Auto wurde angeschafft -  aber auch vorher waren die Schwestern schon "motorisiert". Ihnen stand ein Fahrrad mit Hilfsmotor zur Verfügung.  

Juli 1963:  Das Schwesternhaus wurde an die öffentliche Wasserleitung vom Wasserwerk in Collinghorst angeschlossen.

08. Dezember 1980:  Die Pfarrgemeinde schenkte den Schwestern für ihre Hauskapelle einen neuen Tabernakel, den Pfarrer Hermann Eilers in einem Festhochamt feierlich einweihte.

19. März 1995:  Das Jubiläumsfest "85 Jahre Schwesternkonvent in St. Josef" wurde gefeiert. 

2000:  Jetzt erfolgten grundlegende Maßnahmen zur Umgestaltung der Wohnräume. Für die Hauskapelle konnte ein größerer Raum bereitgestellt werden. Die ganze Einrichtung wurde erneuert. Die Geistlichen feiern regelmäßig am Montag die hl. Messe im Schwesternhaus, an denen auch die Gläubigen aus der Gemeinde teilnehmen können.

 

(Quelle: Chronik der kath. Pfarrgemeinde St. Bonifatius Westrhauderfehn 1831 - 2003 v. Rektor i.R. Johannes Block)

 

2011:  Schwester M. Roswithe - sie war seit 1992 in unserer Pfarrgemeinde tätig -, Schwester M. Milburgis und Schwester M. Dosythea -beide waren seit 1994 in unserer Pfarrgemeinde tätig - gingen in den wohlverdienten Ruhestand.

2011:  Schwester Rainula und Schwester Gabriele Jungeblut zogen in das Schwesternhaus St. Josef ein.

 

(Ergänzung ab 2011: Elisabeth Wagener)