Zum Gottesdienst eingeladen

                                                               
Die Gottesdienstzeiten entnehmen Sie bitte dem aktuellen Pfarrbrief!

Hausgottesdienst am 4. Fastensonntag 21./22.03.2020
Lesejahr A - Laetare

Im Namen des Vaters ...
Wir feiern heute den 4. Fastensonntag. Dieser Sonntag hat den Namen „Laetare", das ist Lateinisch und bedeutet: „Freue Dich!" Er wird so genannt nach dem alten lateinischen Eröffnungsvers: Laetare - Freue dich, Stadt Jerusalem! Gott hat uns Menschen die Augen des Leibes gegeben, und dazu noch das Licht des Geistes, damit wir Einblick erhalten in die Zusammenhänge dieses Lebens. Wer mit den leiblichen Augen nicht sehen kann, der ist arm. Wer mit dem Herzen nicht sehen will, wer keinen Durchblick haben will, wer blind ist für den Glauben, für die Wirklichkeit Gottes, der ist noch viel elender dran. Immer, wenn wir beten, will der Heilige Geist uns die Augen öffnen, damit wir Gott wenigstens erahnen und Christus als das wahre Licht der Welt erkennen.
Ihn begrüßen wir in unserer Mitte im Ruf des Kyrie:

Kyrie:
Herr, erbarme Dich!
Christus, erbarme Dich!
Herr, erbarme Dich!
Der gütige Gott erbarme sich über uns alle, er nehme von uns Sünde, Schuld, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und schenke uns seine Freude.
Amen!

Tagesgebet:
Guter Gott, du hast uns Menschen die Sinne gegeben, damit wir diese Welt erkennen. Du hast uns auch das Licht des Glaubens geschenkt, damit wir hinter den Gütern dieser Welt deine verborgene Größe und Liebe erfahren. Wir bitten dich: Schärfe unseren Blick und wecke unser Herz. Stärke in uns die Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, damit wir alles Finstere in unserem Leben und sogar den Tod überwinden. Dann wird Christus unser Licht sein, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes in alle Ewigkeit.
Amen.
1. Lesung: (1Sam 16, 1b.6-7;10-13b)
Lesung aus dem Buch des Propheten Samuel:
Der HERR sagte zu Samuel: Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg! Ich schicke dich zu dem Betlehemiter Isai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen. Als Samuel den Eliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem HERRN sein Gesalbter. Der HERR aber sagte zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der HERR aber sieht das Herz. So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten, aber Samuel sagte zu Isai: Diese hat der HERR nicht erwählt. Und er fragte Isai: Sind das alle jungen Männer? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Samuel sagte zu Isai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Isai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war rötlich, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der HERR: Auf, salbe ihn! Denn er ist es. Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN war über David von diesem Tag an. Samuel aber brach auf und kehrte nach Rama zurück. Wort des lebendigen Gottes! Dank sei Gott!
2. Lesung: (Eph 5,8-14)
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde von Ephesus:
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben! Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden. Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein. Wort des lebendigen Gottes! Dank sei Gott! Ruf vor dem Evangelium: Lob dir Christus, König und Erlöser! So spricht der Herr: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der hat das Licht des Lebens. Lob dir Christus, König und Erlöser!
Evangelium: (Joh 9,1.6-9.13-17.34-38)
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Ehre sei dir, o Herr!
In jener Zeit sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen. Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinaus gestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube. Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus!
Lob sei dir, Christus!

Gedanken zum Evangelium:
Einer, der von Geburt an blind war, kann zum ersten Mal sehen. Das muss eine wunderbare Sache sein. Sehen, das bedeutet ja auch abschätzen können, Gefahren erkennen, sicher sein. Sehen, das bedeutet Kontakt mit der Umwelt, mit den Menschen haben. Sehen, d.h. auch lernen, Neues erfahren, lesen, fernsehen. Und Sehen bringt nicht zuletzt Unterhaltung und Entspannung. Eine wunderbare Sache! Und trotzdem werde ich den Gedanken nicht ganz los, ob dieser Blindgeborene über alles, was er plötzlich sehen konnte, ganz so glücklich sein konnte, ob er nicht vielleicht doch bald die Augen wieder schließen möchte. Wenn ich an die jetzige Situation denke: wir müssen auch Vieles mit ansehen, was uns nicht so besonders gefällt. Wir sind in einer Situation, die wir und unsere Eltern, ja nicht einmal unsere Großeltern so erlebt haben! Sehen können ist nicht nur eine wunderbare Sache. Sehen müssen ist auch oft eine schwere Last: was müssen wir doch alles mit ansehen! Wer möchte da nicht am liebsten die Augen wieder zumachen! Wozu hat Jesus wohl dem Blindgeborenen das Augenlicht geschenkt? - Nur um ihm diese Welt vor Augen zu führen, wie sie ist, wie die Menschen sind? - Nein! Es geht um mehr, als nur um das Schauen mit den Augen. Es geht Jesus noch um ein ganz anderes Sehen, ein inneres Sehen und Erkennen und Begreifen mit den Augen des Herzens. Es geht ihm um die Sicht aus dem Glauben, um eine neue Perspektive, um eine ganz neue Welt - Anschauung. Im Glauben sieht der Mensch alles ein bisschen anders. Er sieht die Welt und das Leben und auch sich selbst gleichsam aus dem Blickwinkel Gottes. Oder er behält wenigstens Gott mit im Auge. Und da ändern sich dann die Farben und da schwanken die Größenordnungen. Großartiges wie Reichtum, Geld, Macht und Ansehen, all das kann sehr schnell zurücksinken in die Bedeutungslosigkeit, wenn ein Mensch nicht auch vor Gott großartig war. Was uns angepriesen wird in den leuchtendsten Farben an Genüssen und Freuden, an Verlockungen und Versuchungen, das alles mag im Licht des Glaubens sehr bald verblassen und fade und langweilig werden. Aber auch die scheinbar weniger attraktiven Angebote, die uns das Leben macht, erhalten im Licht des Glaubens einen neuen Stellenwert. Da zählt mit einem Mal ganz groß alles Kleine und Bescheidene. Der Diener ist der Größte. Der Letzte wird zum Ersten. Arme, Verfolgte, Leidende werden seliggepriesen. Wer ein Kreuz zu tragen hat, ist auf dem Weg ins wahre Leben. Selbst der Tod ist nicht mehr Ende, sondern Durchgang zu einem neuen Leben in der Herrlichkeit Gottes. Unser Glaube weitet unseren Blick aus der Kurzsichtigkeit der irdischen Begrenztheit, aus der gerade jetzt so konkret erlebbaren einsperrenden Enge hinein in den Weitblick der Ewigkeit, der neuen Welt Gottes. Wer glaubt, der sieht weiter und sieht genauer und besser. Darum geht es Jesus, wenn er einem Blinden die Augen öffnet, dass der Mann nun seine ganze Existenz versteht und in einem neuen Licht sehen kann, im Licht des Glaubens, zu dem er gefunden hat. Und darum geht es auch bei uns, die wir gesunde Augen haben zum Sehen. Haben wir auch einen gesunden, kräftigen Glauben, damit wir hinaussehen über die Last, Angst und Sorge, über unsere irdischen Maßstäbe, damit wir durchblicken, was wirklich wertvoll ist für unser Leben? Paulus schon schreibt, wie wir in der Lesung gehört haben: „Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts." Dieses Licht verändert den Menschen. „Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor." Dieses Licht führt über das Dunkel des Todes hinaus. „Wach auf, steh auf von den Toden, und Christus wird dein Licht sein." Jesus fragte den Geheilten damals nicht: Nun wie klappt es mit dem Sehen? Bist du zufrieden? Nein, er fragt ihn: Glaubst du? - Glaubst du? Darauf kommt es an! Hätten wir nur gesunde Augen, es nützte uns wenig, denn das Auge wird uns einmal brechen. Wir brauchen eine Sicht, die niemals verloren geht. Die Pharisäer damals haben gefragt: Sind etwa auch wir blind? Vielleicht waren sie nur verblendet. Ich wünsche Ihnen allen und mir, dass wir uns freuen über unseren Glauben, durch den wir schon tief hineinschauen dürfen in die Gedanken und Pläne Gottes! Und dieser Glaube hält in diesen wahrhaft traurigen Tagen wirklich die strahlende Osterfahne der frohen Botschaft aufrecht! Amen!

Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott...

Fürbitten:
In diesen Tagen voller Unsicherheit und Bedrängnis rufen wir voll Vertrauen zu Jesus Christus, der das Dunkel unserer Herzen und die Finsternis einer leidgeprüften Welt erhellen kann:
• Mache unsere Kirche zu einem gewinnenden und anziehenden Gütezeichen für alle Menschen, die nach Lebensqualität und Sinnerfüllung suchen. - Christus, höre uns!
• Erfülle mit deinem heilenden Geist alle, die durch Alter oder Krankheit, Einsamkeit oder durch die enttäuschenden Aussichten auf dem Arbeitsmarkt bedrückt sind. - Christus, höre uns!
• Lass all jene deine Nähe und deine Zuwendung erfahren, die religiös uninteressiert sind und für die das österliche Geheimnis der Auferstehung keine Bedeutung hat. - Christus, höre uns!
• Verhilf unserer Pfarrgemeinde in dieser österlichen Bußzeit zu einem lebendigeren Glaubensleben und zur gegenseitigen Ermutigung, miteinander auch den Weg des Kreuzes zu gehen. - Christus, höre uns!
• Gib uns in diesen schweren und sorgenvollen Tagen den rechten Blick auf Deine Gegenwart und erfülle uns mit der Freude, dass Dein österlicher Sieg alle Angst und Sorge dieser Zeit überwinden wird! – Christus, höre uns!
• Führe unsere Verstorbenen und einst auch uns vom Dunkel zum Licht und vom Glauben zum Schauen deiner ewigen Herrlichkeit. - Christus, höre uns!
Guter Gott, du wohnst im unzugänglichen Licht und bist uns doch ganz nahe gekommen in Jesus Christus. Dich preisen wir und loben dich zusammen mit deinem Sohn und dem Heiligen Geist in alle Ewigkeit.
Amen.

„Erlöse uns von dem Bösen." So beten wir im Vater unser. Wir bitten, dass Gott uns vor allen finsteren Gefahren bewahrt und uns geleitet ins Licht seiner Herrlichkeit:
Vater unser ... denn dein ist das Reich
Friedensgebet und Friedensgruß:
Herr Jesus Christus, manches in unserem Leben ist beängstigend und dunkel, wenn Streit und Unfriede herrscht. Durch dich aber, durch dein Wort und deine Liebe kommt Licht und Freundlichkeit in unsere Welt. Darum bitten wir: Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf unseren Glauben. Und schenke nach deinem Willen, der Kirche die Einheit und unserer Welt deinen Frieden.
Schlussgebet:
Allmächtiger Gott, dein ewiges Wort ist das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Heile die Blindheit unseres Herzens, damit wir erkennen, was vor dir recht ist und dich aufrichtig lieben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen!
Segensgebet:
Wir durften Christus, dem Wort Gottes, begegnen. Er ist das Licht der Welt. Er hat auch uns berufen, als Kinder des Lichtes zu leben. Wer Christus nachfolgt, geht nicht in der Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens. Tragen wir das Licht des Glaubens in unseren Alltag hinein.
Dazu segne und beschütze uns alle der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Quelle: Bistum Dresden-Meißen

Tagesliturgie

 

Die liturgischen Lesungen vom Tage können Sie nachlesen. Dazu klicken Sie bitte auf den entsprechenden Tag in dem angezeigten Kalender.

Tagesheilige

Hier erfahren Sie etwas über den  jeweiligen Tagesheiligen.

 

Beichtgelegenheit

 

Termine für ein Beichtgespräch und zum Empfang des Bußsakramentes können telefonisch vereinbart werden.

 

Papenburger Beichttag

 

Beichtgelegenheit den ganzen Tag in St. Antonius, Papenburg:

 

Mittwoch vor Weihnachten von 09.00 Uhr - 21.00 Uhr

Mittwoch vor Ostern von 09.00 Uhr - 21.00 Uhr

Die Hauskommunion

 

 

wird jeden Monat

nach Absprache zu den kranken und älteren

Gemeindemitgliedern gebracht.