Informationsveranstaltung zum Thema "Pflege"

 

 

mk. Gut besucht war eine Inf ormationsveranstaltung zum Thema „Pflege" im kath. Pfarrheim St. Bonifatius am 16. November. Diese war organisiert von der kfd und der Kolpingsfamilie.

 

Unter der Leitung von Frau MdB Gitta Connemann referierten Frau Sabine Oltmanns vom Pflegestützpunkt beim Landkreis Leer über ihre Arbeit in der Begleitung und Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowohl bei der häuslichen Pflege als auch bei der Unterbringung in Tagespflege oder im Pflegeheim und der damit verbundene finanziellen Leistungen der Pflegekasse und anderer Träger. Sie wies darauf hin, dass es hier in diesem Jahr zu Veränderungen und Verbesserungen aufgrund von Gesetzesänderungen gekommen ist.

 

Laut den Erfahrungen von Frau Connemann gibt es vor allen im emsländischen Bereich neben häuslicher Pflege und Heimpflege immer mehr Seniorenwohngemeinschaften, die von Pflegeeinrichtungen begleitet werden.

 

Frau Verena Harms von der Caritas - Leben, Pflegen, Wohnen - berichtete über ihre Arbeit mit überwiegend jungen behinderten Menschen durch ehrenamtliche Kräfte im Familienentlastenden Dienst der Caritas, wobei es sich um kurzzeitige Betreuung im familiären Umfeld der Behinderten oder in Einrichtungen der Caritas handelt. Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Wohnassistenz. Hier wird behinderten Menschen durch fachliche Begleitung ein möglichst selbstständiges Leben in ihrer eigenen Wohnung oder in Wohngruppen ermöglicht.

 

Herr Heinz-Bernhard Mäsker berichtete über die Einrichtungen des Lukas - Heims, wo behinderte Menschen aller Altersgruppen wohnen, lernen und arbeiten. Auch hier gibt es Veränderungen durch das neue Bundesteilhabegesetz, wodurch behinderte Menschen besser in unsere Gesellschaft integriert werden sollen.

 

Alle Referenten zeigten sich besorgt über den zunehmenden Fachkräftemangel, u.a. aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wurden aus dem Publikum die unzureichende Entlohnung und die geringe Wertschätzung von Pflegkräften bemängelt, was von den Referenten bestätigt wurde. Damit sich hier etwas verbessert sind gesellschaftliche Kräfte wie Kirchen, Verbände, Parteien und Gewerkschaften gefordert.